Mercedes –Benz Sprinter ab 2006, 2. Generation

Einer für alle
Bei den Transportern um 3,5 Tonnen gilt der Mercedes-Benz Sprinter als Inbegriff für eine ganze Fahrzeugklasse, die durch Paket- und Kurierdienste, Handwerker und Firmenfahrzeuge überall auf den Straßen präsent ist. Die im Jahr 2006 eingeführte zweite Generation des Sprinter stellte ihre Zuverlässigkeit im DEKRA Gebrauchtwagenreport 2018 unter Beweis und holte sich den Sieg in der Klasse der Transporter. Das Fazit der Prüfer: "Der Sprinter der zweiten Generation ist eines der besten Fahrzeuge in seiner Klasse und schneidet in jeder Kategorie überdurchschnittlich ab."

Ob als Kasten, Kombi, Pritsche oder Fahrgestell - der Sprinter ist in einer nahezu unüberschaubaren Variantenvielfalt verfügbar. Drei bis fünf Tonnen Gesamtgewicht, drei Radstände, vier Längen, 7,5 bis 7 Kubikmeter Ladevolumen, drei Dachhöhen, drei Hinterachsen und unzählige Sonderausstattungen machen individuell auf den Einsatzweck zugeschnittene Konfigurationen möglich. Allein in punkto Karosserie, Gewicht und Antrieb stehen mehr als 1.000 Grundmodelle zur Wahl.

Die zweite Auflage des weltweit in rund 130 Ländern vertretenen Bestsellers ist von Anfang mit kraftvollen Vier- und Fünfzylinder-CDI-Dieselmotoren mit 2,1 l und 2,7 l Hubraum ausgestattet, die über Direkteinspritzung und Common-Rail-Technik verfügen. Das Leistungsspektrum reicht von 84 PS/62 kW bis zum V6-Dreiliter-Diesel mit 184 PS/135 kW und einem Drehmoment von 400 Newtonmetern. Daneben ist ein V6-3,5 l-Benziner mit 258 PS/190 kW im Programm. Im Jahr 2009 ziehen neue langhubige, zugkräftige Vierzylinder-Dieselmotoren der Abgasstufe Euro V in den Sprinter ein, die zwischen 95 PS/70 kW und 190 PS/140 kW leisten. 

Seit der umfangreichen Weiterentwicklung im Jahr 2013 ist die gesamte Modellpalette mit Motoren der Abgasstufe Euro VI erhältlich. Gleichzeitig wurden Antriebsstrang einschließlich Getriebe und Hinterachsen auf Effizienz getrimmt. Dies senkt bei Fahrzeugen mit Blue Efficiency Plus-Paket den Normverbrauch beim Kombi auf 6,3 Liter und beim Kastenwagen auf 6,9 Liter. Gleichzeitig ging auch der neue zuschaltbare Allradantrieb 4 ETS mit variabler Kraftverteilung an den Start. 

Den 2,1 Liter-Dieselmotor gibt es seitdem in drei Leistungsstufen zwischen 90 PS/70 kW und 163 PS/120 kW. Als Top-Motorisierung fungiert ein Dreiliter-Sechszylinder Dieselmotor mit 190 PS/140 kW mit 440 Newtonmeter Drehmoment. Daneben bietet Mercedes-Benz einen 1,8 l-Vierzylinder-Benziner mit Direkteinspritzung ein, der 156 PS/115 kW mobilisiert und auch in einer Version für Erdgas und Benzin verfügbar ist. 

Das umfangreiche Sicherheitsausstattung wird im Jahr 2013 weiter ergänzt. So feierte der Seitenwind-Assistent im Sprinter seine Weltpremiere für Transporter, der die Einflüsse von Windböen auf das Fahrzeug im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten nahezu vollständig ausgleicht. Es ist als Funktion des adaptiven ESP serienmäßig, das unter anderem ASR, Bremsassistent, ladungsabhängige Regelung und Untersteuerkontrolle einschließt. Ebenfalls neu sind der optionale Abstands-Warnassistent, der Totwinkel-Assistent sowie der Fernlicht-Assistent und der Spurhalteassistent.

Kommentar 2018
Der Sprinter der zweiten Generation ist eines der besten Fahrzeuge in seiner Klasse. Die DEKRA Prüfer haben hier wenig zu bemängeln, denn der Sprinter schneidet in jeder Kategorie überdurchschnittlich ab - die Schwächen seines Vorgängers hat Mercedes hier erfolgreich behoben. Hin und wieder ist der Hebelweg der Feststellbremsbetätigung zu groß und ab und zu werden Frontscheiben mit Rissen festgestellt. Bei höheren Laufleistungen zusätzlich einen Blick auf ausgeschlagene Spurstangenköpfe und verölte Differenziale werfen.

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